Serienempfehlung | Girls

Vom Scheitern, Sex und Seelenverwandten

Die vier Freundinnen Hannah, Marnie, Jessa und Shoshanna sind alle Mitte 20 und versuchen, mehr oder weniger erfolgreich, ihr Leben in New York zu meistern. Doch ob im Job, Liebesleben oder bei Familienangelegenheiten – wie das Leben eben so ist, wirft es ihnen immer wieder Stolpersteine in den Weg. Die vier Freundinnen könnten unterschiedlicher nicht sein und daher hat jede ganz individuelle Ansätze, ihr Leben in den Griff zu kriegen und vor allem das große Glück und Zufriedenheit zu finden.

Genre: Comedy, Drama

Mit unter anderem: Lena Dunham, Adam Driver, Allison Williams, Jemima Kirke, …


Review

„Girls“ klingt im ersten Moment sehr nach „Sex in the City für die Generation Y“ – das stimmt jedoch nur zum Teil. In meinen Augen ist „Girls“ eine der realistischsten Serien, die ich je gesehen habe. Keine idealisierten Charaktere, keine makellosen SchauspielerInnen, keine Garantie für Happy Ends. Ganz im Gegenteil: „Girls“ zeigt relativ schonungslos (und doch immer mit einem Augenzwinkern), wie das Leben so laufen kann. Außerdem wird keinesfalls die typische „Mädchen-Freundschaft“ romantisiert. Zwischen den Protagonistinnen herrschen nämlich des öfteren ganz andere Gefühle als Zuneigung und Sympathie.

Das Ganze spielt in New York – natürlich dürfen da wilde Parties, abgefahrene Drogen-Exzesse und Großstadt-Büros a la „Der Teufel trägt Prada“ nicht fehlen. Die Serie wimmelt außerdem von schillernden Künstler-Persönlichkeiten und alternativen Freigeistern. Und trotzdem: Meiner Meinung nach sind die Gedanken, Sorgen und Probleme von Hannah und Co. für Jede und Jeden – egal ob vom Land oder aus der großem Stadt – einfach super „relatable“.

Was „Girls“ für mich zu einer wirklich empfehlenswerten Serie macht, ist schlichtweg die Ehrlichkeit. Autorin (und Hauptdarstellerin) Lena Dunham (Ich bin ab jetzt ein absoluter Fan!) „verarbeitet“ mit der Serie zu einem großen Teil ihr eigenes Leben und ihre eigenen Erfahrungen mit Karriere, Liebe, Freundschaft und Zwangsneurosen. Manchmal tut es einfach gut, zu sehen, dass das Leben auch bei Anderen nicht immer perfekt ist und dass nicht nur bei einem selbst manchmal nicht alles beim ersten Versuch klappt.

Fazit

„Girls“ ist absolut erfrischend und wirklich realistisch. Pluspunkt: Die tollen Charaktere, zu denen man teilweise diese schöne „Hassliebe“ entwickelt, was für mich nur eine gute, fesselnde Serie schafft.

Meine Bewertung: 9/10 Punkte

Streamen auf: Sky, Amazon (nicht in Prime enthalten)

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