Buchrezension | Wolfswut

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Die Wirklichkeit ist härter als jede Fiktion. In Fässern gelagerte Frauenleichen weisen Verletzungen auf, deren Anblick kaum zu ertragen ist. Der Täter muss wie ein Wolf über seine Opfer hergefallen sein. Und seine Morde blieben jahrzehntelang unentdeckt. Doch gerade als der Fall endgültig geschlossen werden soll, geschieht ein weiterer brutaler Mord – in der Handschrift des Wolfes.

Autor: Andreas Gößling

Genre: True-Crime-Thriller


Review

„Wolfswut“ hat mich zum einen wegen seines Covers und zum anderen aufgrund seines Umfangs (über 500 Seiten – juhu!) angesprochen. Außerdem hat der Zusatz „True-Crime-Thriller“ sofort alle meine Buttons gepusht . Dass dieses Buch so gut sein würde, wie es schlussendlich war, hätte ich jedoch am Anfang nicht gedacht.

So sympatische und interessante Ermittler wie in „Wolfswut“ sind mir seit der Sonderdezernat Q-Reihe rund um Komissar Carl Morck von Jussi Adler Olsen nicht mehr begegnet. Die Polizisten Kira Hallstein und May Lohmeyer sind gerissen, bissig und vor allem eins: ungeheuer menschlich.

Die Story geht rasend schnell voran – so schnell, dass man eigentlich keine Zeit hat, das Buch aus der Hand zu legen. Erschließt sich für den Leser und die Ermittler eine Erkenntnis, lauert auch schon die nächste unbeantwortete Frage. Der Fall rund um den „Wolf“ und seine Taten ist gnadenlos und brutal. Ich muss zugeben, dass ich in meiner, wirklich sehr ergiebigen, Psychothriller-Lesekarriere schon lange nicht mehr von so blutrünstigen Taten gelesen habe. Gänsehaut und kalte Schauer garantiert. Der Fakt, dass diese Gräueltaten wirklich passiert (und in Realität noch zum Teil ungeklärt) sind, macht das Ganze nicht unbedingt besser.

Auch wenn Andreas Gößling die Handlung relativ schnell in eine Richtung treibt, kommt das Ende trotzdem unerwartet. Außerdem beinhaltet „Wolfswut“ noch viel mehr als Ermittlungen, Morde und psychologische Abgründe (obwohl das natürlich die Hauptbestandteile sind) – auch sämtliche Nebenhandlungen und die privaten Geschichten der Ermittler werden im genau richtigen Ausmaß behandelt.

Fazit

Absolute Leseempfehlung für alle, die es gerne blutrünstig und brutal mögen! „Wolfswut“ ist ganz sicher nichts für schwache Nerven. Auch erfahrene Thriller-Leser können sich nach dem Zuschlagen des Buchs auf die ein oder andere schlaflose Nacht gefasst machen. Ich persönlich freue mich schon auf weitere Fälle von Hallstein und Lohmeyer!

Bewertung: 10/10 Punkte

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